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Vorstand der HOG Großscham



Der neue, beim diesjährigen Heimattreffen in Göppingen-Faurndau gewählte Vorstand der HOG Großscham (von Links:) Erich Müller (Vorsitzender), Ewald Rohr (Stellvertreter), Dagmar Österreicher (Beisitzerin), Maria Schmidt (die bisherige Vorsitzende), Günter Lenhardt (Schriftführer) und Johann Lenhardt (Kassenwart). 



Foto: HOG
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Maria Schmidt als Vorsitzende verabschiedet

Die Heimatortsgemeinschaft Großscham traf sich an Pfingsten in Göppingen-Faurndau. Das Heimattreffen war auch gleichzeitig die Rahmenveranstaltung, bei der die langjährige HOG-Vorsitzende Maria Schmidt ihr Amt aus Alters- und Gesundheitsgründen niederlegte. Mit tiefem Bedauern, innigen Worten und einem Blumenstrauß wurde sie vom stellvertretenden Vorsitzenden Ewald Rohr verabschiedet. Die Knie zitterten und Tränen liefen, als ihr die Verdienstmedaille der Landsmannschaft der Banaler Schwaben in Silber als Dank und Anerkennung für langjährige Verdienste um den Verband im Namen des Bundesvorsitzenden Peter-Dietmar Leber überreicht wurde.
Maria Schmidt fühlt sich seit jeher Tradition und Brauchtum verpflichtet. Kein Großschamer Treffen ohne sie. Geboren am 7. Februar 1938 in Großscham, lebt Maria Schmidt seit 1971 in Deutschland. Im Jahr 1985 wurde sie als Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Ab 1991 war sie stellvertretende Vorsitzende und 1999 übernahm sie den Vorsitz. Sie wurde vom Vorstand und den Landsleuten geehrt und geschätzt. Denn sie war da, wenn Hilfe benötigt wurde: Sie kümmerte sich um Unterstützung für Bedürftige in Großscham, sammelte Spenden für Kirche und Friedhof und ließ notwendige Reparaturen durchführen. Brauchte jemand eine banatschwäbische Tracht, „Marie-Tante“ wusste Bescheid. Neben Brauchtum und Tracht galt und gilt ihre Leidenschaft dem Tanzen. Deshalb traf man sie bei vielen Tanzveranstaltungen - sogar beim Polka-Marathon in Crailsheim. Außerdem unterstützt sie auch jetzt noch tatkräftig den Kreisverband Reutlingen, dem sie wohnbedingt angehört.
Auch wenn es uns schwerfällt, akzeptieren wir die Entscheidung von Maria Schmidt. Im Namen aller Mitglieder wünschen wir ihr alles Gute für die Zukunft und dass wir sie auch weiterhin auf unserem Heimattag treffen mögen.
Anlässlich des diesjährigen Treffens wählte die Heimatortsgemeinschaft Großscham einen neuen Vorstand. Die Nachfolge von Maria Schmidt als 1. Vorsitzender trat Erich Müller an. Unterstützt wird er von Ewald Rohr als 2. Vorsitzendem, Günter Lenhardt als Schriftführer, Johann Lenhardt als Kassenwart und Dagmar Österreicher als Beisitzerin (Foto auf Seite 28). Zum Kassenprüfer wurde Erich Dornstauder gewählt.


Dagmar Österreicher




Info

Banater Post     Nr. 11-12      vom 15.06.2017     Seite 10
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Erinnerungen
Von Großscham nach Kecskemét
Peter Mischung: 
Meine Abstammung und mein Lebenslauf
(Teil 1)
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Vielen Dank an die Familie Mischung als Herausgeber 
und an die Redaktion der Banater Post für diesen Beitrag

De Großschamer Ulaker

Gibts was Neies? 
Oder hascht des schun ghert?

Bekanntes un Neies,
Frisch oder ufgwärmt...
egal wie,  
Hauptsach aus Großscham!


Gruß an Groß-Scham


Mei Groß–Scham du, sei mir gegrießt!
Wu immer noch die Schämitz fließt.
Wu sich de Geiseberch erhebt,    
de Kerchturm stolz zum Himmel strebt,
Du Heimatdorf warscht mei drham,
vrlorenes Glick, du mei Groß–Scham.

Wu alli Häiser groß un klaan,
mit Gewl odr Infuhr dran,        
in sauwri Gasse weit un braad,
frisch gweißlt gstann, im scheenschte Klaad,
Do hat mei Schicksal mr gsucht raus,
mei unvergesslich Eldrehaus.

Wu ich mit Freid erwart schun war, 
vum allerliebschte Eldrephaar. 
Des glicklich ihre klaane Schwob,      
zum erschte Bußl an sich ghob          
Mei Eldre un mei Moddrsprooch,  
die hall ich drum in Ehre hoch.   

Wu uns dr Glocke fromm Geläit,
dorch unser Lewe hat begleit.  
Sie han de Himmel runnerghol,
uns in dr Kerch so wunervoll. 
Schun lang vrstummt is unsr Gsang,
de Gotteslob un Orgelklang.   

Wu mr sich freindlich hat gegrießt,
sich immer was zu san hat gwißt.
Wu`s Majegehn noch war in Mod`,    
die Gaschtlichkeit noch a Gebot. 
Do hat noch Freindschaft was bedeit, 
de Zsammehalt, in Lad un Freid.

Wu Blume gstann in schenschtr Pracht,
mit ihrem Duft uns Freid gemacht.
Zsalaat un Gmies, de Garte voll,
han die Pardeis vum Stock uns ghol,
vum Baam des reifi Obscht ganz siiß,
Hat gschmeckt uns wie vum Paradies.

Wu alli Äckr wohlbestellt,
die Frucht gstann goldichgeel im Feld.
Sie hat vrlangt a hoche Preis,
viel harti Arweit, Baurefleiß
Lang hat`s gedauert bis de Sack,
Mit Mehl war gfillt un Brot geback.

Wu Weingärtr viel Mieh gekoscht,
Bis rausgloff aus dr Preß de Moscht.
De Rambasch hat gegärt im Faß
un fertich war des edli Naß..
Noh erscht reife muß de Wein,
Bis er zum Trinke mundich fein.

Wu hat mr noch was scheenres gsiehn,
Wann vun dr Waad die Roß zruck sin?
Un wann die Pollerpeitsch geknallt,
Die Kieh ach zruck sin vun dr Halt ?
Mit Freid han zugschaut ich als Kind,
dem Bild, wu heind mr nimmi find.

A letschtesmol du mei Groß-Scham,
Zu grieße ich dich net vrsaam.
Hell strahlscht du mir vrklärt im Licht
Du meiner Heimat schenschtes Gsicht!
Du aanscht mei Glick, mei Lewestram,
Behiet dich Gott, du mei Groß-Scham.

Otto Ströbl

Otto Ströbl wurde 1923 in Groß-Scham geboren. Als Kind ist er mit den Eltern nach Temeswar gezogen, wo sie ein Geschäft hatten. Jakob Ströbl, der Vater war Groß-Schamer und die Mutter Katharina Parsche war die Schwester vom Parsche Bandi (Fleischhacker) In den Ferien zog es ihn immer nach der alten Heimat. Nach dem Krieg ist er in Deutschland geblieben und wohnte in München, wo er den Beruf eines Holzschnitzers erlernte. Er starb am 4. Januar 2003 in Vierkirchen (bei Dachau).

(Beitrag von Johann Mayer)

VON FREUDENTHAL
          NACH GROSS-SCHAM
200 Jahre seit der Umsiedlung der Freudenthaler nach Gross-Scham.

von Johann Mayer
           
Freudenthal
Mit großen Erwartungen, voller Hoffnung und Zuversicht sind unsere Vorfahren im Jahre 1786 aus ihrer alten Heimat aufgebrochen und mit den Ulmer Schachteln die Donau abwärts gefahren, um in dem gelobten Land Banat eine neue Heimat und eine bessere Zukunft zu finden. Und sie kamen aus dem damaligen Deutschen Reich, diesseits und jenseits des Rheins, aus dem Schwarzwald, dem Rheinland und aus dem Elsaß, aus Lothringen und Luxemburg. Es war die Zeit der